Workshop – Aabenraa

Workshop über soziale Absicherung deutscher und dänischer Grenzgänger in Åbenrå

RechtsprofessorInnen beiderseits der deutsch-dänischen Grenze haben entschieden, dass es an der Zeit sei, ihre Studenten zusammenzubringen, um sich mit grenzüberschreitenden Herausforderungen wie zum Beispiel Grenzgängern zu befassen. Professor Jan Timmerman Pedersen vom University College Süddänemark in Esbjerg (UC SYD) organisierte zusammen mit Professor Jochen Beutel und Professorin Edna Rasch von der Fachhochschule für Verwaltung und Dienstleistung in Altenholz (FHVD) einen dreitägigen Workshop, welcher im Oktober an der UC SYD in Åbenrå stattfand. Der Workshop gab den Studenten die Möglichkeit, mit Hilfe von problembasiertem Lernen Fälle von grenzüberschreitenden Herausforderungen, wie zum Beispiel die Auswirkungen der Sozialversicherung auf jemanden, der auf der einen Seite der Grenze lebt und auf der anderen arbeitet zu untersuchen.

 


Studierende auf dem Weg zum Amt für Stadtverwaltung in Åbenrå

Der gesamte Workshop war studentenorientiert und begann mit einführenden Präsentationen von Studierenden, welche die FHVD und UC SYD repräsentierten. Energizers und Eisbrecherspiele, die von Studierenden geplant und moderiert wurden, sorgten für Lacher und gaben den Teilnehmern die Möglichkeit, Einblick in die Motivationen ihrer Kollegen zu bekommen. Höhepunkte des Workshops waren Besuche im Amt der Stadtverwaltung von Åbenrå und ATP, eine private Organisation, die sich mit der Bearbeitung und Auszahlung von Sozialleistungen befasst. Sowohl die Stadtverwaltung als auch ATP haben den Übergang zur Digitalisierung ihrer Dienstleistungen stark vorangetrieben. Die Hauptergebnisse des Workshops waren die Präsentationen Studierenden, welche die Gesetzgebung in Bezug auf hypothetische Fälle, die von ihren ProfessorInnen zusammengestellt wurden, sorgfältig überprüften und geeignete Lösungen vorschlugen.

 

 

Um die Studierenden auf ihre Gruppenarbeit vorzubereiten, legten die organisierenden ProfessorInnen Hintergrundinformationen zur Struktur der Sozialsysteme in beiden Ländern sowie zu den wichtigsten Aspekten des EU-Rechts vor. Darüber hinaus informierten die Gäste Peter Hansen aus der Region Sønderjyllund-Schleswig und Niels. J. Smedegaard von der UC SYD in Haderslevüber die Probleme und Regelungen für Grenzgänger in Dänemark und Deutschland.


Studentin präsentiert Gruppenergebnisse 

Hollyn vom LLUR nahm ebenfalls an dem Workshop teil, um Ideen für die B4R Project Planning School (PPS) zu sammeln. Es war sehr lehrreich und interessant zu sehen, wie die OrganisatorInnen es schafften die Herausforderung unterschiedlicher Muttersprachler zu bewältigen und einen Einblick in die administrativen Unterschiede auf beiden Seiten der Grenze zu erhalten, ein Thema, welches innerhalb der PPS präsentiert wird. Hollyn hatte zudem als Vertreterin von B4R die Gelegenheit, einen kurzen Vortrag über B4R und das PPS zu halten und den Studenten die Möglichkeit zu geben, sich an dem kommenden Workshop im Januar 2019 zu beteiligen.

 

 

 



Genner Bucht, der Ort der Studierendenunterkunft für den Workshop


Alles in allem war der erste Lauf dieses einzigartigen Workshops ein großer Erfolg. Studenten von beiden Seiten der Grenze erhielten Einblicke in die Verwaltung und die soziale Systeme und Kulturen des jeweils anderen. In der wunderschönen Umgebung der Gemeinde Åbenrå entstanden Beziehungen und Teambuilding wurde gefördert. Der nächste Workshop zum Thema Digitalisierung ist für den Mai 2019 geplant.