Bonus Miracle – “Mediating integrated actions for sustainable ecosystem services in a changing climate” – møder B4R

BONUS MIRACLE “MEDIATING INTEGRATED ACTIONS FOR SUSTAINABLE ECOSYSTEM SERVICES IN A CHANGING CLIMATE” TRIFFT B4R

Das BONUS MIRACLE Projekt beschäftigt sich mit Politikinstrumenten für Ökosystemdienstleistungen, welche den Zusammenhang von Eutrophierung, Flutmanagement, Biodiversität, der Qualität des Küstenwassers und Gesundheit der Menschen anerkennen. Die Hypo- these besagt, dass effektive Konzepte für Nährstoffsteuerung sich nicht einzig auf die Nährstoffe selber konzentrieren können. Für eine reelle Veränderung ist es Voraussetzung, neue Konstellationen von Interessengruppen an Bord zu holen, die sich mit dem Thema Nährstoffanreicherung beschäftigen.

Das Ziel ist, Maßnahmen zu identifizieren und rentable Lösungen durch Modelle, Visualisierung, den Dialog zwischen Interessengruppen und soziales Lernen für die Ostsee Region zu empfehlen. Durch das Aufbauen einer Plattform mit Raum für Dialoge und soziales Lernen zwischen ForscherInnen und unterschiedlichen Interessengruppen, in den Case Study Gebieten Lettland, Polen, Schweden und Deutschland, werden Konsensbil- dung und Prioritätensetzung benutzt, um Straßenkarten und neue Modelle für die Steuerung eines Ausgleichs von verschiedenen Sichtweisen zu entwickeln.

BONUS MIRACLE ist ein interdisziplinäres Projekt mit vielen internen als auch externen Herausforderungen in der Kom- munikation. Um den Austausch von Daten zwischen PartnerInnen und Interessengruppen zu erleichtern, wurde ein umfassender Kommuni- kationsplan und eine Verbreitungs- strategie entwickelt. Ein fundamen- taler Teil des Projekts ist die Inter- aktion mit Interessengruppen, ein Forum für soziales Lernen und Dialoge zwischen ForscherInnen und Interessengruppen. Diese Vorausetzung wurde in vier Case Study Gebieten geschaffen. Berze (Lettland), Reda (Polen), Helge å (Schweden), und Selke (Deutsch- land).

Reinhold Stauß (LLUR Schleswig- Holstein) ist ein Mitglied des Beratungsausschusses des Projektes (insgesamt 4 Mitglieder). Der Ausschuss hat die Aufgabe, in Bezug auf die wissenschaftliche Einbettung und politische Relevanz des Projektes MIRACLE zu beraten. Die Arbeitsgemeinschaft wird von dem Beratungsausschuss darin unter- stützt, eine wissenschaftliche Güte und politische Relevanz zu garantieren, und stellt sicher, dass das MIRACLE Projekt den Input von verschiedenen Interessengruppen einbezieht.

Auf dem zweiten jährlichen Projekttreffen am 26. April 2017 bekam Reinhold Stauß die Chance, das konzeptionelle Vorgehen von Benefit4Regions zu erklären. Er ist auch Mitglied des Projektteams von B4R. MIRACLE hat ebenfalls Case Studies, diese sind jedoch von den ForscherInnen nach einem wissenschaftlichen top-down Prinzip konzipiert. Nach zwei Jahren Projektlaufzeit stellt sich nun die Frage, wie Interessengruppen in Zukunft weiterhin für lokale Zusammenarbeit informiert und motiviert bleiben. Dies ist bei B4R vollkommen anders. Die B4R Case Studies befassen sich mit lokal entstandenen Themenfeldern und beziehen lokale Interessengruppen laufend ein. Die Rolle der Forscher- Innen ist bei B4R nicht die „Feldversuche“ zu designen und Hypothesen zu testen, sondern die Case Studies für eine begleitende Untersuchung von praxisnahen Problemen zu nutzen.

Die MIRACLE Arbeitsgemeinschaft hat großes Interesse an B4R. Reinhold Stauß wurde gebeten, weiterhin von B4R zu berichten.

 

Dr. Reinhold Stauß 
LLUR Schleswig-Holstein

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