Breitband

Die Entwicklung des Internets vollzog sich schneller, als von vielen Bürger*innen und Politiker*innen erwartetet wurde. Heutzutage ist eine Versorgung mit „schnellem“ Internet auf dem Land unumgänglich. Technisch und wirtschaftlich ist es möglich, den ländlichen Raum mit breitbandigem Internet zu versorgen. Bei diesem Prozess spielt zum einen die technische Infrastruktur eine wichtige Rolle, zum anderen muss die Akzeptanz für „schnelle“ Netze gefördert werden. 

Sowohl in Deutschland als auch in Dänemark fordern Bürger*innen eine schnelle Internetverbindung im ländlichen Raum. An einigen Orten müssen Bürger*innen jedoch von einem Breitbandausbau überzeugt werden. In der Case Study wird deshalb ein Kommunikationskonzept zur Akzeptanzförderung entwickelt und erprobt. Zudem werden technische Infrastruktur und kreative Finanzierungsmodelle auf beiden Seiten der Grenze (unter Beachtung der unterschiedlichen Rechtsregime) beleuchtet. 

Es wird zunächst auf deutscher und auf dänischer Seite eine Projektregion ausgewählt, die Interesse an einem grenzübergreifenden Wissensaustauch hat. In den ausgewählten Regionen werden Informationen zum Sachstand eingeholt. Die lokalen Akteure werden informiert und in die Case Study einbezogen. 

Das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein ist Leader der Case Study. Auf deutscher Seite nimmt das Breitband-Kompetenzzentrum Schleswig-Holstein (BKZSH) teil. Projektpartner auf dänischer Seite ist das Landdistrikternes Fællesråd (LDF). 

Die Kommunikation und Argumentation für Breitband und somit für eine Investition in die Zukunft ist in Süddänemark und Schleswig-Holstein ähnlich. Unterschiedliche Herangehensweisen liegen in der technischen Infrastruktur und der Finanzierung der Breitbandförderung. Eine deutsch-dänische Partnerschaft ermöglicht einen Erfahrungsaustausch. Hierbei kann eine gemeinsame Strategie entwickelt werden. Ein solcher Erfahrungsaustausch führt dazu, dass mögliche negative Effekte vermieden werden.

Bei dem Erfahrungsaustausch sind folgende Fragen zentral:

- Wie ist die Vorgehensweise im jeweils anderen Land?

- Wie wird im jeweils anderen Land mit Problemen umgegangen?

- Welche Erfahrungen wurden bereits gemacht (auf Ebene der Technik, Versorgung und Kommunikation)?

- Welche rechtlichen Unterschiede gibt es?

 

Durch den grenzüberschreitenden Austausch können neue Ideen und Kommunikationsstrategien entstehen, die direkt in den Case Study Regionen angewendet werden können.

 

Bredbånd
Franziska Kruse
Case Study Leiterin Breitband
Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein
+49 43 47 70 42 28
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