Frem med tomlen: ”Mit-fahr-banke” og ”Kør-mæ-bænke”

Daumen raus: ”Mitfahrbänke” und ”Kør-mæ-bænke”

Daumen raus: ”Mitfahrbänke” und ”Kør-mæ-bænke”

In Sønderborg sind jetzt 12 Mitfahrbänke als feste Haltestellen für Anhalter aufgestellt. Die Idee hat ihren Ursprung in einer engagierten Nachbarschaft in Deutschland und wurde vom Benefit4Regions-Projekt über die Grenze nach Sydals, Broagerland und Gråsten gebracht, wo es zuvor bereits Bürgerbusse gab. 

- Wir hoffen, dass die neuen Mitfahrbänke zusammen mit den Bürgerbussen dazu führen, dass bei uns mehr gemeinsam gefahren wird. Das schont den Geldbeutel und die Umwelt, sagt Allan Tychsen von der Bürgervertretung in Lysabild. Sobald die Bänke in den Dörfern aufgestellt sind, bittet Allan alle dortigen Autofahrer, beim Vorbeifahren ein Auge darauf zu haben, ob jemand mitgenommen werden möchte.

Der nächste Schritt wird sein, eine App oder eine andere gemeinsame Plattform zu entwickeln, auf der Fahrer und Mitfahrer einen Zeitpunkt für die Fahrt vereinbaren können. Abgeholt wird man natürlich an den grünen Mitfahrerbänken. Grenzen sind auch hier kein Hindernis, wenn es darum geht, Wissen und Inspirationen auszutauschen, denn im April wird ein Treffen zwischen BobenOp e.V, dem Kreis Schleswig-Flensburg, der Gemeinde Sønderborg, Landdistrikternes Fællesråd und dem Interreg-Projekt MAMBA stattfinden.

Die dänischen Anhalterbänke sind von Produktionsschulen entwickelt worden und entsprechen der geltenden Gesetzgebung, sodass sie neben der offiziellen Fahrbahnmarkierung nicht störend wirken. Sie sind so gestaltet, dass auf der Rückenlehne mehrere mögliche Städtenamen als Endstation zu lesen sind. Wenn man dorthin mitgenommen werden möchte, setzt man sich so hin, dass der Name frei bleibt. Man kann auch einfach auf den Ort zeigen, damit Vorbeifahrende wissen, wohin es gehen soll.

In Hürup sind die Bänke mit auffälligen, beweglichen Schildern ausgestattet, sodass Autofahrer deutlich sehen können, wohin die Anhalter gerne mitgenommen werden möchten. Dieses Schildmodell hat den Weg über die Grenze allerdings noch nicht geschafft.

Mitfahrbänke sind ein effektiver Kommunikationskanal und sprechen dafür, dass Fahrgemeinschaften der richtige Weg sind. Sie sind sichtbar und schaffen Bewusstsein für die CO2-Belastung und ihre Auswirkungen auf das Klima - und dafür, dass man selbst zusammen mit seinen Nachbarn den Anfang machen kann!

Newsletter

signup